Kernforderungen des Sozialbündnisses gegen Armut Speyer für eine konsequente Politik bezahlbaren Wohnens in Speyer
Das Soziaibündnis gegen Armut Speyer begrüßt das Grundsatzpapier und den bisherigen Beratungsveriauf des Speyerer Bündnisses für bezahlbares Wohnen. Die vorgesehenen Projekte und Modelle müssen aber auch zügig umgesetzt werden. Für ein schlüssiges Gesamtkonzept sind für das Sozialbündnis vor allem folgende Bausteine für eine stringenten Umsetzungsweg für mehr bezahlbares Wohnen in Speyer wichtig, die sich bislang nur summarisch in den bisherigen Beratungsergebnissen wiederfinden;
Verankerung bezahlbaren Wohnens im Leitbild der Stadt
als transparente und partizipative soziale Stadt- und Quartiersentwicklung mit einem „Recht auf Stadt“ und einem „Grundrecht auf Wohnen“
Umsetzung der Soziaiquote
von mindestens 30% bei allen Neubauvorhaben ab 8 Wohneinheiten mit Bevorzugung von Investoren, die eine höhere Sozialquote anbieten
Aktivierung und Einsatz aller Bau-, Planungs- und Finanzierungsinstrumente
für mehr bezahlbares Wohnen: Bodenvorratspolitik, Bauland- und Grundstücksankauf, Ankauf von Belegungsbindungen, Konzeptvergabe, Einheimischenmödell, Verhinderung von Wohnraum- zweckentfremdung, Erbbaurechtsvergabe an sozial orientierte Träger, Umzugs- und Leerstandsmanagement, Mietendeckelung, Fehlbelegungsabgabe, Umwidmung von Gewerbe- in Wohnraum, Förderung experimenteller innovativer Wohnmodelle
Kommunales Wohnkonzept für Menschen mit schwierigem Wohnungsmarktzugang
mit Priorität für besondere Bedarfe ohne Diskriminierung: Wohnungslose, Arbeitslose, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderung, Menschen mit nichtdeutscher Nationalität und Fluchthintergrund sowie Schaffung einer aktiven leistungsfähigen Koordinationsstelle zur Wohnraumakquisition und Wohnraumsicherung
Realisierung gemeinschaftlicher Wohn- und nachbarschaftlicher Quartiersprojekte
von einer innovativen Modellförderung in eine gleichrangige Regelpraxis zu anderen Formen der Wohnbauförderung und Wohnraumnutzung, neue Wohnkonzepte für veränderte Wohnbedarfe (z. B. Single-, Tandem-, Clusterwohnungen)
Aufbau/Ausbau einer leistungsfähigen Managementstruktur für soziales Wohnen
mit einer kompetenten Steuerungseinheit und Regiestelle für einen lfd. wohnungspolitischen Diskurs im zuständigen Fachbereich, einer städtischen Entwicklungsgesellschaft für Stadtentwicklung und Wohnungsbau, einem Wohnungsmonitoring und einer regelmäßigen Sozialberichterstattung zum Wohnen, zertifizierten und transparenten Vergabekriterien der städtischen Wohnungsgesellschaft
2015

